Reichlich Tomaten – aber Wasser wird knapp

Jan 21, 2014
ogola
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Inzwischen haben wir schon Routine im Tomaten ernten, sortieren, nach Kisumu befördern und verkaufen. Nach wie vor ist es nur ein kleiner Teil, der direkt in Boya/Ahero verkauft wird – die Preise in der Stadt sind besser. Die TULEE-Stammkunden wissen die gute Qualität zu schätzen. Da Joshua die Strecke sowieso fast jeden Tag fährt, ist das auch kein Problem; es entstehen keine extra Kosten für den Transport.

Leider kämpfen wir seit zwei Wochen mit einem Problem, bei dem uns ein wenig die Hände gebunden sind: Die Wasserversorgung aus der öffentlichen Leitung funktioniert nur selten bis gar nicht. Und wir benötigen jeden Tag 2.400 Liter! Sämtliche Reservetanks sind längst leer. Bisher konnten wir hier und da Wasser kaufen und zu den Gewächshäusern transportieren, aber auch das war die letzten zwei Tage nicht möglich. Aus dem Fluss pumpen und an den Projektort schaffen geht auch nicht, da wir für die Tomaten sauberes Wasser brauchen. Die Gefahr, Ungeziefer und Pflanzenkrankheiten mitzubringen, ist zu groß. Aber morgen brauchen wir unbedingt wieder frisches Wasser für unsere Pflanzen.

Das ist schon das zweite Mal, dass uns die Wasserwerke im Stich lassen. Wir denken darüber nach, einen eigenen Brunnen zu bohren, damit wären wir unabhängig. Gleichzeitig könnten wir ein weiteres social business starten: Der Verkauf von Wasser in den typischen 20-Liter-Kanistern an die Bevölkerung in der Gegend.

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Auch privat müssen wir zurzeit Wasser in Kanistern kaufen.