Gegen den Wassermangel

Feb 28, 2014
ogola
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Egal wie viel Wasser die Jugendlichen geschleppt haben: Es war nicht ausreichend. Wir mussten die Gewächshäuser schließen. Das erste Haus war sowieso am Ende der Ernteperiode, aber beim zweiten war es richtig schade und ärgerlich, weil wir da gerade erst mit Ernte und Verkauf losgelegt hatten. Uns sind die Tomaten am Strauch vertrocknet. 1.200 Liter pro Tag pro Gewächshaus sind per Kanister einfach nicht ranzuschaffen.

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Joshua war bei einem Treffen der Dorfältesten mit den Wasserwerken. Es sieht nicht so aus, als ob die Wasserversorgung in den nächsten Jahren verlässlich stabil wird. Die Infrastruktur ist von 1978, seither wurden zahlreiche Häuser an die Hauptleitung angeschlossen, das System ist total überlastet. Wenn dann noch eine Pumpe ausfällt, so wie jetzt, geht gar nichts mehr. Deswegen hat TULEE sich entschieden, tatsächlich ein eigenes Bohrloch, einen eigenen Brunnen zu bohren. Damit hätten wir dann auch gleich das zweite einkommensgenerierende Projekt: Der Verkauf von Wasser an Privatleute und Zwischenhändler (die “water boys”, die mit Handkarren jeweils zwölf 20-Liter-Kanister ausliefern). Ein simples, aber erfolgsversprechendes Geschäftsmodell. Die ganze Gegend ist ja unterversorgt. Alle Leitungen sind derzeit trocken.

Die Expertenuntersuchung (“hydrogeological survey”), die wir vor einer Woche von der kenianischen Firma Geospa durchführen ließen, war positiv. Das motiviert! In 120 Meter Tiefe gibt es Wasser, das wir elektrisch nach oben pumpen lassen wollen und in einem 5.000-Liter-Tank speichern. Ein Angebot für Bohrung, Verschalung und Leitungen liegt uns schon vor, nun versuchen wir noch Vergleichsangebote zu bekommen.

Und auf jeden Fall geht es dann mit den Tomaten und den Gewächshäusern in die zweite Runde!!