Ein Brunnen für Boya

Apr 15, 2014
ogola
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Die Entscheidung ist gefallen – TULEE bohrt einen Brunnen! Das ist ein großes Projekt, größer als alles, was wir eigentlich im ersten TULEE-Jahr vor hatten. Aber es ist wichtig, für unsere Arbeit und für die Menschen in unserem Dorf Boya.
Damit wir die für uns benötigte Wassermenge fördern können – möglich sind laut der Vor-Ort-Studie bis zu 20.000 Liter am Tag! – werden wir den Brunnen mit einer elektrischen Pumpe und einem 5.000-Liter-Tank auf einem 6 Meter hohen Stahlträger versehen. Durchgeführt wird die Bohrung bis zur schlüsselfertigen Übernahme des Brunnen von Geospa, ein kenianischer Anbieter, der auch schon die Studie für uns durchgeführt hat.

Neben der Bewässerung der Gewächshäuser starten wir dann als weiteres einkommensgenerierendes Projekt den Verkauf von Wasser in 20-Liter-Kanistern an die lokale Bevölkerung, ein simples, weil gängiges aber erfolgsversprechendes Geschäftsmodell. Das ist wieder eine Chance für mindestens einen jungen Menschen, mit einer praktischen Tätigkeit etwas fürs Leben zu lernen und finanziell auf eigene Beine zu kommen: Instandhaltung der Pumpe, Buchhaltung für das Wassergeschäft, Vertrieb. Weitere dazu passende Ideen gibt es natürlich auch schon, zum Beispiel die Herstellung und den Verkauf von Biosand-Filtern (zur Gewinnung von Trinkwasser ohne Chemie). Und wenn das alles steht beziehungsweise fließt, nehmen wir die Viktoriabarsch-Fischzucht in Angriff!

Wen es interessiert und wer unterstützen möchte: Die Finanzen
Die Gesamtkosten für die Bohrung belaufen sich auf rund 23.000 Euro. Das sind 8.000 Euro für Bohren und Verschalen etc., und 15.000 für die ganze Elektrik und den Aufbau (Pumpe, Leitungen, Tank, Stahlträger u.ä.). Wir wollen 2.800 Euro für die eigentliche Bohrung mit Einzelspenden gewinnen – zum Beispiel über unsere betterplace-Seite (https://www.betterplace.org/de/projects/10888) und beantragen die restliche Summe bei einem Förderunternehmen. Wir sind dankbar über jede Unterstützung!