Endlich hat das Warten ein Ende: Wir sind registriert

Jun 05, 2013
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Eine Eigenschaft, die man sich in Kenia ganz schnell aneignen muss, ist Geduld. Immer wieder heißt es warten – auf alle möglichen Dinge und Leute. Wir mussten die letzten Monate geduldig auf die Registrierung unserer Hilfsorganisation warten: Leider hat es viel länger als angekündigt gedauert, bis wir unser Zertifikat der kenianischen NGO-Behörde bekommen haben. Und ohne das Zertifikat konnten wir kein Konto eröffnen, und damit keine Gelder aus Deutschland transferieren. An dieser Stelle nochmals ganz herzlichen Dank an all die großzügigen Menschen, die uns Spenden anvertraut haben. Wir haben uns darüber gefreut und wissen das sehr zu schätzen!

Im April hielten wir also endlich unser Zertifikat in den Händen. Bis dahin hatten wir uns nach Gewächshaus-Lieferanten umgesehen und uns für einen Anbieter entschieden: Die „Green Zone Agency“ ist in Kisumu ansässig und wird uns mit Trainings und Beratungen zur Seite stehen, bis die erste Ernte gemacht ist. Einen ersten Vor-Ort-Besuch mit dem zuständigen Agronomen hatten wir bereits. Er hat uns bestätigt, dass das Land, das von Joshuas Familie für unser Projekt zur Verfügung gestellt wird, geeignet ist. Die zwei Gewächshäuser (jeweils 120 qm) sind bestellt und sollen in den nächsten 4-5 Wochen geliefert werden. Außerdem hat einer der Jugendlichen, James, der nach der Schule aus finanziellen Gründen keine Ausbildung machen konnte, einen Computer-Basiskurs durchlaufen.

Im Moment sind die Jugendlichen (zurzeit sind es fünf Jungs) mit Spaten und Schaufel unterwegs: Sie ziehen einen Zaun und bereiten den Boden vor. Ein Zaun ist unbedingt notwendig, um die Gewächshäuser vor streunenden Ziegen und Kühen (und unbefugten, neugierigen Menschen) zu schützen. Löcher für Pfosten müssen gegraben werden, Büsche und Sträucher entfernt und wo nötig der Boden nivelliert werden. Alles in Handarbeit! Leider hatten wir sehr starke Regen in dieser Saison, seit April sind ganze Landstriche nah am Viktoriasee überflutet. Sobald das Regenwasser abgesickert ist, beginnt auch die Pflanzzeit auf der ersten Zuckerrohrfarm, die wir Anfang des Jahres für Tulee angemietet haben.

Wir freuen uns sehr, dass es nun endlich losgeht – und die Jugendlichen genauso. Alle sind motiviert und verstehen das Projekt als Chance, die Ärmel hochzukrempeln und ihre Zukunft in die Hand zu nehmen. Für die Starthilfe, die sie dafür aus Deutschland erhalten, sind sie sehr dankbar.

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